Semesterferien: Dieser Fehler kann teuer werden

Die ersten Bundesländer starten heute in die Semesterferien und viele Familien fahren auf Urlaub. Vor jeder längeren Reise gibt es ein oft übersehenes Risiko. CHECK24 Geschäftsführer Wieland Klingspor: _„Was viele nicht wissen: Wer den Hauptwasserhahn nicht zudreht oder Fenster und Türen nicht ordnungsgemäß verschließt, riskiert im Schadensfall den Schutz durch die Haushaltsversicherung. Ein Wasserschaden oder ein Einbruch kann damit sehr teuer werden.“ _

In vielen Versicherungsverträgen ist geregelt, dass bestimmte Vorkehrungen zu treffen sind, wenn ein Haushalt länger als 72 Stunden unbeaufsichtigt bleibt. Wird etwa der Hauptwasserhahn nicht abgedreht und es kommt zu einem Wasserschaden, kann die Versicherung die Leistung verweigern oder kürzen. Auch bei Einbruchdiebstahl gilt: Fenster und Türen müssen vollständig geschlossen und versperrt sein. Ein gekipptes Fenster oder eine Türe, die man nur ins Schloss fallen lässt, kann im Ernstfall richtig teuer werden. Wichtig: diese Regel gilt nicht grundsätzlich bei allen Haushaltsversicherungen. Klingspor rät: „Auch wenn die Versicherung im Einzelfall zahlt: Wer vorsorgt, vermeidet Schäden und macht es Einbrechern nicht unnötig einfach. Machen Sie also einen kurzen Sicherheitscheck vor der Abreise: Wasser abdrehen, Fenster schließen, Türen versperren. Das schützt ihr zu Hause, spart Ärger und manchmal auch viel Geld.“

Selbst wenn grobe Fahrlässigkeit in der Polizze mitversichert ist, sind offen gelassene Fenster oder ein nicht abgedrehter Hauptwasserhahn bei längerer Abwesenheit meist nicht gedeckt, da sie gegen grundlegende Sicherheitsvorgaben verstoßen.

Versicherung vergleichen kann über 70 Prozent Fixkosten sparen

Sicherheitsvorkehrungen sind das eine – der passende Versicherungsschutz das andere. Viele Haushalte sind seit Jahren bei derselben Versicherung. Dabei haben sich Tarife und Leistungen am Markt stark verändert. „Oft lässt sich nicht nur die Prämie senken, sondern auch der Leistungsumfang verbessern. Wer Versicherungen regelmäßig überprüft, kann unnötige Ausgaben vermeiden und sich besser absichern“, sagt Klingspor.

Ein aktueller Vergleich über CHECK24 zeigt das große Sparpotential:

Für eine 70‑Quadratmeter‑Wohnung in der Stadt, bewohnt von zwei Personen, beträgt die mögliche Ersparnis bis zu 76 Prozent im Vergleich zum teuersten Tarif. Auch bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern am Land liegt die Differenz bei bis zu 69 Prozent.

Beim Vergleich von Haushaltsversicherungen kommt es laut CHECK24 auf mehrere Faktoren an. Die Versicherungssumme muss dem tatsächlichen Wert des Haushalts entsprechen, damit im Ernstfall auch wirklich alle Schäden abgedeckt sind. Dazu sollte man immer schauen, ob der Leistungsumfang den persönlichen Bedürfnissen entspricht. Gibt es vielleicht praktische Zusatzleistungen wie Schutz bei Diebstahl aus dem Auto? Und auch der Selbstbehalt spielt eine Rolle: Je höher dieser ausfällt, desto mehr zahlt man im Ernstfall aus eigener Tasche. Dafür ist dann die monatliche Versicherungsprämie auch niedriger.