Bis zu 70 Prozent bei Sommerreifen sparen

Preisvergleich lohnt sich: Je nach Fahrzeugmodell können Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich beim Kauf von Sommerreifen mehrere hundert Euro pro Satz sparen.

Passende Reifengröße entscheidend: Maßgeblich ist die Dimension des aktuell montierten Reifens – nicht allein der Typenschein.

Wann Ganzjahresreifen eine Option sind: In der Stadt und im Flachland oft sinnvoll, bei alpinen Bedingungen jedoch nicht immer die beste Wahl.

Heute endet die situativen Winterreifenpflicht damit rückt auch der Reifenwechsel näher. Einige haben es schon gemacht, vielen steht das Umstecken noch bevor. Natürlich sollte man sich dabei am Wohnort und dem entsprechenden Wetter orientieren. Grundsätzlich ist es kein Problem, noch einige Zeit mit den Winterreifen zu fahren. Im Sommer verlieren Winterreifen aber an Leistung - der Bremsweg wird länger und die Bodenhaftung schlechter. Außerdem nutzen Sie sich im Sommer schneller ab und der Spritverbrauch steigt. Wenn dauerhaft zweistellige Plus-Temperaturen erwartbar sind, sollte man also mit Sommerreifen oder Ganzjahresreifen fahren.

CHECK24 hat die Preise von Sommerreifen verglichen. Dabei zeigen sich teilweise große Unterschiede - je nach Dimension und Modell liegt das Sparpotential bei bis zu 70 Prozent.

70 Prozent Sparpotenzial bei Sommerreifen: Preisvergleich lohnt sich

Die Preisunterschiede bei Sommerreifen sind erheblich. Je nach Marke, Größe und Fahrzeugtyp können Konsumentinnen und Konsumenten deutlich sparen. Beispielsweise gibt es bei einem Satz Sommerreifen für einen VW Golf (Dimension 205/55 R16) im Vergleich zwischen günstigen und Premium-Anbietern bis zu 117 Euro Unterschied bei oft gekauften Modellen.

Bei größeren Fahrzeugen wie einem Skoda Octavia oder SUV-Modellen (225/45 R17 oder 235/55 R18) kann die Differenz sogar bei 120 bis 143 Euro pro Satz liegen. Auch hier hat CHECK24 die Preise beliebter Modelle verglichen. Die Ersparnis kann also auch deutlich größer sein.

„Viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterschätzen, wie stark die Preise je nach Anbieter schwanken. Ein transparenter Vergleich hilft, das passende Produkt zum besten Preis zu finden“, sagt Tobias Lechner, CHECK24 Geschäftsführer für Autoreifen. „Gerade bei Premium-Markenreifen ist das Sparpotenzial besonders hoch, während im mittleren Preissegment häufig das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erzielt wird.”

Der Preisvergleich liefert eine wichtige Orientierung. Damit der neue Reifensatz auch langfristig überzeugt, sollten Autofahrerinnen und Autofahrer beim Kauf jedoch mehrere Aspekte berücksichtigen.

Die richtige Reifengröße finden – und typische Fehler vermeiden

Beim Reifenkauf ist nicht nur der Preis entscheidend, sondern vor allem die Passgenauigkeit. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer orientieren sich an den Angaben im Typenschein. Diese können jedoch mehrere zugelassene Dimensionen enthalten und sind nicht immer die sicherste Grundlage für den Kauf.

Entscheidend ist die Reifengröße des aktuell montierten Reifens, der ersetzt werden soll. Die Angaben auf der Reifenflanke (z. B. 225/45 R17 94W) stellen sicher, dass der neue Reifen sowohl technisch zum Fahrzeug als auch zur vorhandenen Felge passt.

Wichtig ist außerdem: Alle vier Reifen prüfen. Moderne Fahrzeuge – insbesondere leistungsstärkere Modelle oder SUVs – sind häufig mit unterschiedlichen Reifendimensionen auf Vorder- und Hinterachse ausgestattet. Wer nur eine Achse kontrolliert, riskiert Fehlkäufe.

Neben der richtigen Größe hilft eine objektive Qualitätsbewertung bei der Auswahl. Als Orientierung dient die CHECK24 Note. Tobias Lechner:

„Die CHECK24 Note bündelt Ergebnisse unabhängiger Reifentests, Kundenbewertungen und die Werte des EU-Reifenlabels. So erhalten Kundinnen und Kunden auf einen Blick eine verständliche und transparente Einschätzung der Leistungsfähigkeit eines Reifens.“

Lohnen sich Ganzjahresreifen in Österreich?

Ganzjahresreifen sind für viele Autofahrerinnen und Autofahrer eine praktische Alternative – allerdings nicht für jedes Fahrprofil gleichermaßen geeignet. Während sie in der Stadt und im Flachland gut funktionieren können, gilt es auch die situative Winterreifenpflicht zwischen 1. November und 15. April zu beachten. Bei winterlichen Fahrverhältnissen braucht man dann entsprechend gekennzeichnete Winter- oder Ganzjahresreifen mit ausreichender Profiltiefe.

Obwohl moderne Ganzjahresreifen technologisch deutlich besser sind als noch vor ein paar Jahren, können sie bei starkem Schneefall oder in alpinen Regionen schneller an ihre Grenzen stoßen als spezialisierte Winterreifen. Für Personen, die überwiegend in Städten oder im Flachland unterwegs sind und selten extreme Witterungsbedingungen erleben, können Ganzjahresreifen eine komfortable Lösung sein. Der Vorteil: Saisonale Reifenwechsel sowie Einlagerungskosten entfallen.

„Ganzjahresreifen sind für viele Kundinnen und Kunden eine sinnvolle Option – insbesondere im urbanen Raum. Wer jedoch regelmäßig in Bergregionen unterwegs ist oder häufig bei starkem Schneefall fährt, ist mit einer klassischen Sommer- und Winterbereifung weiterhin auf der sicheren Seite“, erklärt Lechner

Falsche Reifen können teuer werden

Die richtigen Reifen sind nicht nur wichtig für die Fahrsicherheit – es kann auch Probleme mit der Autoversicherung geben. Wenn Winterreifen für einen Unfall mitverantwortlich waren – etwa wegen zu langen Bremswegen oder schwacher Haftung – kann das von der Versicherung als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.