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Unterschied zwischen Roaming und Auslandstelefonie

Ob Urlaub, Geschäftsreise oder ein Anruf: Wenn es darum geht, auch im Ausland erreichbar zu bleiben, tauchen häufig die Begriffe Roaming und Auslandstelefonie auf. Diese werden irrtümlich oft gleichgesetzt. Zwar sind beide Konzepte unumgänglich für die internationale Kommunikation, variieren jedoch in Ihrer Anwendung. In diesem Ratgeber beleuchten wir eben jene Unterschiede, erklären, wie Roaming sowie Auslandstelefonie funktionieren und welche Kosten sie verursachen können.

Kurz zusammengefasst:

 

Roaming bezeichnet die Nutzung des Handys im Ausland, während Auslandstelefonie bedeutet, von Österreich aus eine ausländische Nummer anzurufen. Innerhalb der EU gelten klare Preislimits, sodass Telefonieren und Surfen dort zu Inlandskonditionen möglich ist. Außerhalb der EU können jedoch rasch hohe Kosten entstehen. Alternativen wie die Internettelefonie oder Spezialtarife mit Auslandspaketen helfen, teure Gebühren zu reduzieren.

Was ist…

… Roaming?

Man spricht von Roaming (engl. „roam“ = herumwandern), wenn Sie im Ausland telefonieren, SMS schreiben oder im Internet surfen. Dafür verbindet sich Ihr Smartphone oder Tablet mit einem Mobilfunknetz außerhalb Österreichs.

… Auslandstelefonie?

Verweilen Sie in Österreich und rufen in ein anderes Land an, dann ist das Auslandstelefonie. Dabei befinden Sie sich im Netz Ihres heimischen Anbieters, während sich der andere Teilnehmer in einem nicht österreichischen Netz aufhält.

Wie hoch sind die Kosten von Roaming und Auslandstelefonie?

Wie viel kostet Auslandstelefonie?

Innerhalb der EU sind die Kosten für die Auslandstelefonie seit dem Jahr 2019 gedeckelt. Sie zahlen demnach einen Betrag von maximal 19 Cent pro Gesprächsminute und sechs Cent pro SMS-Nachricht, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Außerhalb der EU gibt es keine Obergrenzen. Eine Minute Telefonie kann mehrere Euro kosten, sowohl bei ausgehenden als auch bei ankommenden Anrufen.

Vorsichtig sein sollten Sie bei Sonderrufnummern. Dazu zählen Service- oder Mehrwertnummern im Ausland, etwa Hotlines oder spezielle Auskunftsdienste. Diese sind nicht durch Preisregeln limitiert und können weltweit Zusatzkosten verursachen – selbst dann, wenn Sie sich in einem EU-Land aufhalten.

Bei Gesprächen ins Ausland kann es außerdem Unterschiede geben, je nachdem, ob Sie eine Festnetznummer oder eine Mobilfunknummer anrufen. Häufig sind Anrufe ins Festnetz günstiger, während Anrufe auf eine Mobilfunknummer deutlich teurer ausfallen können.

zwei ältere Herren videotelefonieren im Urlaub

Wie viel kostet Roaming?

Zunächst sollte geklärt werden, ob Ihr Mobilfunktarif bereits inkludierte Einheiten aufweist. Nicht jeder Tarif ist nämlich automatisch roamingfähig. Außerdem schließen manche Datenroaming explizit aus. Dann können Sie im Ausland lediglich telefonieren oder SMSen.

Generell hängen die Roamingkosten davon ab, in welchem Land Sie sich aufhalten. Innerhalb der EU tritt die sogenannte „Roam-like-home“ Regelung in Kraft. Diese legt fest, dass Sie in allen EU-Ländern Ihr Handy zu den Konditionen Ihres Inlandstarifs verwenden dürfen. Sie können die enthaltenen Gesprächsminuten, SMS und einen Teil Ihres Datenvolumens ohne zusätzliche Kosten nutzen. Erst wenn diese aufgebraucht sind, zahlen Sie im EU-Ausland das, was Sie auch in Österreich zahlen würden. Ist beispielsweise die erlaubte Menge beim Datenroaming überschritten, dürfen pro Gigabyte maximal 2,50 Euro berechnet werden. Ansonsten gibt es beim Roaming EU keine versteckten Gebühren. Es besteht allerdings eine sogenannte Fair-Use-Grenze. Wenn Sie das Handy über längere Zeit überwiegend im Ausland nutzen, können Sie Zusatzkosten auferlegt bekommen. In der EU sind Provider verpflichtet, eine automatische Kostensperre bei 50 Euro für Datenroaming außerhalb des Pakets einzubauen. 

Außerhalb der EU existiert keine Deckelung. Grundsätzlich gilt: Je weiter das Land von Österreich entfernt ist, desto teurer ist Datenroaming. Es können schnell 35 Euro pro Gigabyte fällig werden.

CHECK24 Hinweis

Überprüfen Sie immer, welche Länder in Ihrem Roaming-Paket enthalten sind. Während die Schengen-Länder Norwegen, Liechtenstein und Island normalerweise inkludiert sind, gilt das nicht für die Schweiz oder die Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt. Vorsicht ist zudem auf Fähren und Kreuzfahrtschiffen, in Flugzeugen oder bei anderen Satellitenverbindungen geboten. Hier können hohe Preise verrechnet werden, selbst wenn Sie sich geografisch gesehen in der EU befinden. Zudem kann die automatische Netzsuche in Grenzregionen dazu führen, dass sich Ihr Handy ins falsche Netz einwählt.

Portrait von CHECK24 Teamleiter Simon Saad
Das sagt unser Experte:

"Um Roaming und Auslandstelefonie preiswerter zu gestalten, empfiehlt sich ein entsprechender Tarif. Dafür kommen neben einem üblichen Handyvertrag auch Prepaid-Angebote in Frage. Viele Anbieter verkaufen optionale Auslandspakete, die vorab buchbar sind und sich finanziell lohnen können. Mit dem CHECK24 Handytarife Vergleich können Sie gezielt nach Tarifen suchen, die spezielle Zusatzbausteine für das Ausland beinhalten."

Simon Saad, Teamleiter Kundenberatung bei CHECK24 Österreich

Gleich hier Handytarife vergleichen:

Was sind Alternativen zu Roaming und zur Auslandstelefonie?

Eine kostengünstige und praktische Option stellt die Internettelefonie dar. Über Dienste wie WhatsApp und Skype nutzen Sie Ihr Datenvolumen anstelle der teuren Auslandseinheiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ins Inland oder Ausland telefonieren. Allerdings verbraucht die Videotelefonie viele Gigabyte. Es empfiehlt sich daher, eine WLAN-Verbindung zu verwenden.

Auch mit einem Callthrough-Gespräch lassen sich Gebühren sparen. Hier wird das Gespräch über einen Dienstleiter hergestellt, den Sie erst anrufen, ehe Sie über die Einwahlplattform mit der gewünschten Rufnummer verbunden werden.

Beim Callback-Verfahren wählen Sie ebenfalls eine bestimmte Nummer, legen dann aber auf und werden zurückgerufen. Anschließend können Sie die entsprechende Zielrufnummer eingeben und zu reduzierten Kosten telefonieren.

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Viktoria Blaschek CHECK24 Österreich
Viktoria Maria Blaschek, MA

Online-Redakteurin

Viktoria stieg unmittelbar nach ihrer Schauspielausbildung und dem Masterstudium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften als Online-Redakteurin bei CHECK24 ein. Sie schreibt über komplexe Finanz-, Versicherungs- und Energiethemen und sorgt dafür, dass Sie alle relevanten Informationen zu unseren Vergleichen erhalten.

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