Tiefkühler Stromverbrauch im Haushalt
Der Tiefkühler bietet Platz für Vorräte und sorgt dafür, dass Lebensmittel länger haltbar bleiben. Doch der Komfort hat seinen Preis: Da Gefrierschränke ständig in Betrieb sind, schlagen sie beim Stromverbrauch kräftig zu Buche. In diesem Ratgeber werfen wir einen genaueren Blick auf jene Faktoren, die den Energiebedarf des Tiefkühlers beeinflussen und stellen Ihnen Tipps bereit, mit denen sich die Stromkosten reduzieren lassen.
Kurz zusammengefasst:
Der Tiefkühler zählt zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Je nach Modell und Energieeffizienz benötigt er jährlich zwischen 100 und 350 kWh. Besonders alte oder große Geräte treiben die Stromrechnung in die Höhe. Wenn Sie Temperatur, Standort und Nutzung optimieren, können Sie den Energiebedarf deutlich senken. Beim Neukauf lohnt sich der Blick auf die Energieeffizienzklasse – hier lässt sich langfristig viel Geld sparen.
Wie viel Strom verbraucht der Tiefkühler?
Der Energiekonsum eines Gefrierschranks variiert je nach
- Modell,
- Leistung,
- Fassungsvermögen und
- Energieeffizienzklasse.
Im Durchschnitt liegt der Tiefkühler Stromverbrauch zwischen 100 und 350 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Moderne Geräte mit hoher Effizienzklasse benötigen oft weniger als 100 kWh, während größere oder ältere Modelle deutlich mehr Strom aufwenden.
Um den genauen Bedarf zu ermitteln, prüfen Sie das Energielabel. Das gibt den jährlichen Stromverbrauch sowie die Effizienz eines Gerätes auf einer Skala von A (beste) bis G (schlechteste) an. Aufgrund neuerer Vorgaben der EU ist zurzeit die Energieeffizienzklasse C meist die höchste erreichbare Stufe für Gefrierschränke. A entspricht einem Maßstab, den fast alle künftigen Geräte erst erfüllen müssen.
Gefrierschränke sind Stromfresser. Zwar ist der generelle Tiefkühler Stromverbrauch in den letzten 30 Jahren deutlich gesunken. Während ein Gerät 1990 noch rund 700 kWh pro Jahr benötigte, lag der Bedarf von neuen Modellen 2020 bei etwa 235 kWh pro Jahr. Da sie aber rund um die Uhr laufen müssen, machen sie trotzdem 10 bis 15 Prozent des gesamten Haushaltsstromverbrauchs aus.
Wie teuer ist ein Tiefkühler?
Folgende Darstellung liefert einen Überblick über den Tiefkühler Stromverbrauch und die entsprechenden Kosten je nach Fassungsvermögen und Energieeffizienzklasse. Die Berechnung der Kosten – in Klammern angegeben - basiert dabei auf einem Strompreis von 0,40 Euro/kWh.
| Energieeffizienzklasse A | Energieeffizienzklasse B | Energieeffizienzklasse C | |
|---|---|---|---|
| bis 150 l | 102 kWh/Jahr (41 €/Jahr) | 153 kWh/Jahr (61 €/Jahr) | 204 kWh/Jahr (82 €/Jahr) |
| 150 - 200 l | 146 kWh/Jahr (58 €/Jahr) | 219 kWh/Jahr (88 €/Jahr) | 292 kWh/Jahr (117 €/Jahr) |
| 200 - 300 l | 175 kWh/Jahr (70 €/Jahr) | 263 kWh/Jahr (105 €/Jahr) | 350 kWh/Jahr (140 €/Jahr) |
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 220 kWh pro Jahr – wie er etwa bei einem Gefrierschrank der Energieeffizienzklasse B mit mittlerem Fassungsvermögen anfällt – entstehen Stromkosten von etwa 88 Euro jährlich, also rund 7,30 Euro im Monat.
Welche Arten von Tiefkühlern gibt es?
Es gibt mehrere Arten von Tiefkühlern, die sich in ihrer Bauform und Funktionalität unterscheiden.
- Zu den gängigsten gehören Standalone-Gefrierschränke, die flexibel aufgestellt werden können und oft eine große Kapazität bieten.
- Unterbau-Gefrierschränke sind platzsparend, werden unter der Küchenarbeitsplatte installiert und eignen sich gut für 1-Personen-Haushalte.
- Tischgefrierschränke sind kompakte Modelle, die sich vor allem in kleine Räume einfügen lassen.
- Eine weitere Form ist die Tiefkühltruhe, die häufig in Kellern oder Garagen aufbewahrt wird und besonders bei Großfamilien beliebt ist. Sie bietet ein hohes Fassungsvermögen und wird von oben bedient, was den Energiekonsum reduzieren kann.
Viele verwenden außerdem Kombigeräte mit Kühlschränken. In diesen ist der Tiefkühlbereich meist kleiner – der Stromverbrauch verteilt sich dann auf beide Funktionen.
Tiefkühler Stromverbrauch optimieren: Energiespartipps
Mit diesen Tipps können Sie den Tiefkühler Stromverbrauch minimieren und damit nicht nur Geld sparen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Drehen Sie die Temperatur Ihres Tiefkühlers auf -18°C. Diese Temperatur ist ausreichend, um Lebensmittel einerseits sicher zu lagern und andererseits nicht zu viel Energie zu verschwenden. Jedes Grad kälter ist unnötig und erhöht den Stromverbrauch um etwa fünf bis sechs Prozent, ohne die Haltbarkeit der eingefrorenen Nahrung wesentlich zu verlängern.
Tauen Sie Ihren Tiefkühler regelmäßig ab, idealerweise ein- bis zweimal pro Jahr oder wenn sich eine Eisschicht von mehr als 5 mm gebildet hat. Die Eisschicht wirkt wie eine Isolierung und zwingt das Gerät, mehr Energie aufzuwenden, um die gewünschte Temperatur zu halten. Durch das Abtauen können Sie den Strombedarf um bis zu 30 Prozent senken.
Stellen Sie Ihren Gefrierschrank an einem kühlen Ort auf, fern von Wärmequellen wie Heizkörpern oder direktem Sonnenlicht. Schauen Sie darauf, dass rund um das Gerät genügend Platz für die Luftzirkulation bleibt. Idealerweise sollte ein Abstand von mindestens 5 cm zur Wand eingehalten werden. Ein gut belüfteter Tiefkühler arbeitet effizienter und benötigt weniger Strom.
Kontrollieren Sie immer wieder die Dichtungen der Tiefkühlertür. Beschädigte oder undichte Dichtungen lassen warme Luft eindringen, was den Energieverbrauch beschleunigt. Machen Sie dazu einen einfachen Test: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen die Tür und das Gehäuse. Wenn sich das Papier leicht herausziehen lässt, sollten Sie die Dichtung austauschen.
Halten Sie Ihren Tiefkühler stets gut gefüllt. Da sich gefrorene Lebensmittel gegenseitig kühlen, hält die Kälte so besser. Überladen Sie ihn jedoch nicht. Vermeiden Sie es außerdem, noch warme Speisen direkt in den Gefrierschrank zu stellen. Dies treibt lediglich die Umgebungstemperatur in die Höhe und führt zu einem gesteigerten Energiekonsum.
Wenn es Zeit für einen neuen Tiefkühler ist, investieren Sie in ein energieeffizientes Modell. Achten Sie auf das EU-Energielabel und wählen Sie ein Gerät mit der bestmöglichen Energieeffizienzklasse. Obwohl diese Modelle in der Anschaffung oft teurer sind, amortisieren sich die Kosten durch den geringeren Stromverbrauch über die Lebensdauer des Geräts.
Mit einem Stromanbieterwechsel zusätzlich sparen:
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Online-Redakteurin
Viktoria stieg unmittelbar nach ihrer Schauspielausbildung und dem Masterstudium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften als Online-Redakteurin bei CHECK24 ein. Sie schreibt über komplexe Finanz-, Versicherungs- und Energiethemen und sorgt dafür, dass Sie alle relevanten Informationen zu unseren Vergleichen erhalten.