WLAN-Router Stromverbrauch
Ein funktionierendes WLAN gehört für viele Österreicherinnen und Österreicher längst zur Grundausstattung des Haushalts. Ob Homeoffice, Streaming oder Smart-Home-Anwendungen: Der Router sorgt dafür, dass Ihre Geräte jederzeit vernetzt bleiben. Doch obwohl er meist unbemerkt im Hintergrund arbeitet, ist der WLAN Stromverbrauch keineswegs zu vernachlässigen – insbesondere, wenn das Gerät rund um die Uhr läuft.
Kurz zusammengefasst:
Ein WLAN-Router läuft in den meisten Haushalten durchgehend – und verursacht damit nicht unerhebliche Stromkosten. Je nach Gerätetyp und Nutzung können diese bis zu 56 Euro im Jahr betragen. Moderne Router bieten allerdings viele Möglichkeiten, den Internet Stromverbrauch zu senken: etwa durch Zeitschaltungen, Energiesparmodi oder das Abschalten unnötiger Funktionen. Wenn Sie auf energieeffiziente Modelle setzen und veraltete Geräte austauschen, können Sie zusätzlich Strom sparen.
Wie hoch ist der WLAN-Router Stromverbrauch?
Der Stromverbrauch eines WLAN-Routers hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Modell, den aktiven Funktionen und der Nutzungsdauer. Während sehr energieeffiziente Geräte mit etwa 2 bis 4 Watt pro Stunde auskommen, benötigen leistungsstarke Modelle, etwa Gaming- oder Mesh-Router, bis zu 25 Watt.
Typischerweise liegt der stündliche WLAN Stromverbrauch also im Bereich von 5 bis 15 Watt, was einem täglichen Energiebedarf von 0,12 bis 0,36 Kilowattstunden (kWh) entspricht. Hochgerechnet auf ein Jahr ergibt das etwa 44 bis 131 kWh.
Bei einem Strompreis von 20 Cent pro kWh ergeben sich daraus jährliche Stromkosten von rund 9 bis 26 Euro – nur für den laufenden Betrieb des Routers. Zum Vergleich: Ein moderner Kühlschrank kann mitunter weniger Energie benötigen.
Messen Sie den tatsächlichen Internet Stromverbrauch Ihres Geräts mit einem handelsüblichen Strommessgerät. Nur so erhalten Sie verlässliche Werte und erkennen Einsparpotenzial.
Welcher WLAN-Router ist am energieeffizientesten?
Einfache Basis-Router sind meist am sparsamsten, da sie nur grundlegende Funktionen wie Internetzugang und Druckerfreigaben bieten. Dual-Band-Router verbrauchen etwas mehr Energie, liefern dafür aber bessere Leistung und schalten bei Bedarf auf das energieeffizientere Frequenzband. Mesh-Router, die für eine lückenlose Abdeckung größerer Wohnflächen sorgen, benötigen aufgrund ihrer zusätzlichen Komponenten und automatischen Netzwerkverwaltung deutlich mehr Strom. Gaming-Router verbrauchen ebenfalls überdurchschnittlich viel Energie, da sie auf hohe Geschwindigkeiten und Priorisierung von Spieldaten ausgelegt sind. Smart-Router, die für den Einsatz mit vernetzten Haushaltsgeräten konzipiert sind, liegen je nach Ausstattung im mittleren bis höheren Konsumbereich. Einige Modelle bieten jedoch integrierte Energiesparfunktionen, die den Internet Stromverbrauch dynamisch anpassen.
Wie kann ich den WLAN-Router Stromverbrauch senken?
8 Spartipps
Wenn Sie länger nicht zu Hause sind oder ausschließlich per LAN-Kabel surfen, schalten Sie das WLAN-Modul am Gerät aus. Das spart Strom und reduziert die Strahlenbelastung.
Viele moderne Router verfügen über einen Energiesparmodus. Dieser passt die Leistung automatisch an, wenn wenige oder keine Geräte verbunden sind.
Stellen Sie im Routermenü feste Zeiten ein, zu denen das WLAN abgedreht wird, zum Beispiel nachts. Alternativ können Sie auch eine externe Zeitschaltuhr verwenden.
Stoppen Sie ungenutzte Zusatzfunktionen wie Netzwerkfreigaben, NAS-Dienste oder DECT-Telefonie. Auch offene LAN-Anschlüsse verursachen einen gewissen Stromverbrauch.
Smart-TVs, Konsolen oder Drucker sollten bei Nichtgebrauch ausgemacht oder ganz vom WLAN getrennt werden. Der Router spart dadurch Energie beim Datenaustausch.
Eine zu hohe Sendeleistung kostet überflüssigen Strom. Reduzieren Sie diese in den Einstellungen und positionieren Sie den Router möglichst zentral im Wohnbereich.
Alte Router sind oft ineffizient. Ein modernes, stromsparendes Modell kann auf Dauer deutlich günstiger sein. Achten Sie beim Neukauf auf den angegebenen WLAN Stromverbrauch.
Bei längerer Abwesenheit empfiehlt es sich, den Router komplett vom Strom zu trennen. Das verringert nicht nur den Internet Verbrauch, sondern schützt auch vor ungewollten Zugriffen.
„Wie viel Sie letztlich für den Betrieb Ihres WLAN-Routers zahlen, hängt maßgeblich vom aktuellen Tarif Ihres Stromversorgers ab. Ein Vergleich der verfügbaren Angebote an Ihrem Wohnort über CHECK24 gibt Aufschluss darüber, ob Einsparungen möglich sind. Achten Sie dabei nicht nur auf den Arbeitspreis, sondern auch auf Grundgebühren, Vertragslaufzeiten und mögliche Preisgarantien. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann Ihre Energiekosten dauerhaft senken – und macht sich auch bei vermeintlich kleinen Stromverbrauchern wie dem WLAN-Router bemerkbar.“
Krzysztof Neumann, Teamleiter Kundenberatung bei CHECK24 Österreich
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Online-Redakteurin
Viktoria stieg unmittelbar nach ihrer Schauspielausbildung und dem Masterstudium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften als Online-Redakteurin bei CHECK24 ein. Sie schreibt über komplexe Finanz-, Versicherungs- und Energiethemen und sorgt dafür, dass Sie alle relevanten Informationen zu unseren Vergleichen erhalten.