Strom im Burgenland: Verbrauch und Kosten im Überblick
Kurz zusammengefasst:
Mit durchschnittlich 4.334 kWh pro Jahr benötigen burgenländische Haushalte vergleichsweise viel Strom – unter anderem wegen größerer Wohnflächen und häufigerem Einsatz elektrischer Heizsysteme. Bei den Tarifen bestehen große Preisunterschiede: Die Grundversorgung ist deutlich teurer als alternative Angebote am freien Markt. Ein Anbieterwechsel kann, je nach Verbrauch, mehrere hundert Euro jährlich sparen – ohne dass sich die Versorgung verändert. Nach Preisanstiegen 2024/2025 und dem Ende der Strompreisbremse lohnt sich ein regelmäßiger Vergleich besonders.
Wie hoch ist der Stromverbrauch im Burgenland?
Burgenländische Haushalte verbrauchen im Schnitt 4.334 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr – und demnach mehr als vergleichbare Haushalte in städtischen Regionen. Das ist unter anderem auf die größeren Wohnflächen und die Wohnform zurückzuführen.
Rund 80 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer leben in eigenen vier Wänden, also in Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen. Gleichzeitig ist auch die Wohnfläche überdurchschnittlich: Pro Wohneinheit stehen etwa 125 m² zur Verfügung, also deutlich mehr Quadratmeter als in Wien oder anderen urbanen Gebieten.
Auch die Haushaltsgröße und die Ausstattung spielen eine Rolle: Weitere Personen sorgen in der Regel für einen höheren Stromverbrauch, weil elektrische Geräte öfter genutzt werden – etwa Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Fernseher. Zwar werden viele dieser Geräte gemeinsam verwendet, doch der Energiebedarf steigt mit jedem zusätzlichen Haushaltsmitglied.
Hinzu kommt, dass im ländlichen Raum elektrische Warmwasserbereiter und Heizungen allgemein verbreiteter sind als in städtischen Gebieten. Besonders in älteren Gebäuden ist nämlich seltener Fernwärme verfügbar. Direktheizungen gelten als kostenintensiv und können den Stromverbrauch verdoppeln oder verdreifachen.
Sie möchten wissen, ob Ihr eigener Strombedarf im Rahmen liegt? Unsere Ratgeber zeigen detailliert die typischen Verbrauchswerte je nach Haushaltsgröße.
Wie viel kostet Strom im Burgenland?
Die Arbeitspreise unterscheiden sich je nach Wohnort, Anbieter und Tarifmodell und liegen gegenwärtig bei rund 11 bis über 28 Cent pro Kilowattstunde. Besonders groß sind die Preisunterschiede zwischen der Grundversorgung, dem Standardtarif des jeweils zuständigen regionalen Lieferanten, und alternativen Anbietern mit Online-Tarifen. So kostet der Strom beim Landesversorger Burgenland Energie 18,90 ct./kWh, während der günstigste verfügbare Tarif bereits ab 10,92 ct./kWh zu haben ist (Stand: 03/2026).
Wer sich nie bewusst für einen bestimmten Stromtarif entschieden hat oder nach einem Umzug keinen neuen Anbieter wählt, wird automatisch der Grundversorgung zugewiesen. Diese gilt zwar als sicher, ist jedoch teurer als die Angebote am freien Markt. Ein aktiver Anbieterwechsel kann daher spürbare finanzielle Vorteile bringen: Durch den Umstieg zu einem preiswerteren Tarif lassen sich mehrere hundert Euro pro Jahr sparen, ohne dass sich etwas an der Stromqualität oder -versorgung ändert.
„Der Anbieterwechsel selbst ist unkompliziert und sicher. Sie wählen im CHECK24 Strom Vergleich einen passenden Tarif aus und schließen den Vertrag bequem digital ab. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim bisherigen Versorger und sorgt für eine nahtlose Umstellung. Technisch oder organisatorisch ändert sich für Sie nichts – auch der Stromzähler bleibt derselbe. Der einzige Unterschied: Sie zahlen künftig weniger für dieselbe Leistung.“
Krzysztof Neumann, Teamleiter Kundenberatung bei CHECK24 Österreich
Wie haben sich die Strompreise im Burgenland entwickelt?
In den vergangenen zwei Jahren war im Burgenland eine Dynamik auf dem Strommarkt zu beobachten. Die folgende Grafik zeigt, wie sich der durchschnittliche Arbeitspreis pro Kilowattstunde im Zeitraum von März 2024 bis Dezember 2025 entwickelt hat.
Im Frühjahr 2024 bewegten sich die Arbeitspreise zunächst auf einem recht konstanten Niveau. Besonders günstig waren der April und Mai mit Preisen um 0,11 €/kWh. Auch der Sommer blieb mit Preisen zwischen 0,11 €/kWh und 0,13 €/kWh moderat. Im Herbst zogen die Kosten jedoch spürbar an: Im Oktober erreichte der Strompreis mit über 0,14 €/kWh sein Maximum. Mit Werten um 0,13 €/kWh pendelte er sich für den Rest des Jahres 2024 ein.
2025 brachte keine Entlastung. Mit durchschnittlichen Werten um 0,14 €/kWh im Jänner und über 0,15 €/kWh im Februar erreichte der Strompreis seinen Höchststand. Danach sanken die Kosten zwar leicht, stabilisierten sich aber erst im Sommer bei etwa 0,11 €/kWh und blieben bis zum Jahresende nahezu unverändert.
Ein wichtiger Wendepunkt war das Auslaufen der Strompreisbremse mit Ende 2024. Seit Jänner 2025 müssen Haushalte im Burgenland wieder den vollen Marktpreis bezahlen. Das hat sich bei vielen direkt auf der Stromrechnung bemerkbar gemacht.
Dazu kommen die höheren Netzentgelte 2025, die von der Netz Burgenland GmbH definiert werden. Während die Netzgebühren 2024 noch um 2,1 Prozent gesunken sind, kam es mit Jahresbeginn 2025 zu einer Erhöhung um 23,7 Prozent. Diese Ausgaben sind für alle Haushalte verpflichtend – unabhängig vom gewählten Stromlieferanten – und stellen einen fixen Bestandteil der Gesamtkosten dar.
Trotz der zeitweisen Anstiege wirkt der Strompreis im längerfristigen Vergleich aber relativ zuverlässig. Ein Grund dafür: Viele der erfassten Tarife sind Neukundenangebote für das erste Vertragsjahr. In diesem Zeitraum profitieren Kundinnen und Kunden häufig von Rabatten, Startboni oder Aktionspreisen, was den Effektivpreis trotz Marktschwankungen über Monate hinweg gleichbleibend hält.
Beispielrechnung
Die Beispielrechnung veranschaulicht, was die Preisentwicklungen konkret für einen Haushalt bedeuten und wie stark sich die Wahl des Stromanbieters auf die jährlichen Gesamtkosten auswirken kann.
| Stromkosten Landesversorger | Stromkosten Alternativangebot | Ersparnis |
|---|---|---|
| 1.282 €/Jahr | 889 €/Jahr | 393 €/Jahr |
Ein 3-Personen-Haushalt im Burgenland mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt beim Landesversorger 1.282 Euro pro Jahr. Wird stattdessen ein günstiges Alternativangebot genutzt, reduzieren sich die Stromkosten auf 889 Euro. Die mögliche Ersparnis liegt somit bei 393 Euro pro Jahr.
Die Berechnung basiert auf den durchschnittlichen Strompreisen der Jahre 2023, 2024 und 2025. Es handelt sich dabei um vergangene Werte zu Illustrationszwecken – nicht um aktuelle Marktpreise.
Wenn Sie sich einen umfassenden Überblick über den Strommarkt in ganz Österreich verschaffen möchten, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zu Verbrauch, Preisniveau, derzeitigen Entwicklungen und Wechselmöglichkeiten im Bundesländervergleich. Dort erfahren Sie, wie sich das Burgenland im österreichweiten Vergleich einordnet und welche bundesweiten Trends die Stromkosten beeinflussen.
Wie kann ich im Burgenland beim Strom Geld sparen?
Wenn Sie regelmäßig Tarife vergleichen und den Anbieter wechseln, können Sie Ihre Stromkosten dauerhaft senken. Ihr Netzbetreiber ist zwar fix, der Stromlieferant aber frei wählbar. In vielen burgenländischen Gemeinden stehen zwischen 15 und 20 Stromanbieter zur Auswahl. Über CHECK24 erhalten Sie einen schnellen Überblick über aktuelle Preise, Vertragsdetails und mögliche Boni.
Weitere Spartipps für burgenländische Haushalte:
Nicht nur auf den Bonus schauen
Ein günstiger Neukundenbonus senkt oft nur im ersten Jahr die Kosten. Achten Sie darauf, dass der Preis auch ohne Bonus konkurrenzfähig bleibt bzw. wechseln Sie früh genug.
Vertragsbedingungen prüfen
Wählen Sie idealerweise einen Tarif mit kurzer Mindestvertragsdauer und fairen Kündigungsfristen. So bleiben Sie flexibel und können leichter auf neue Angebote reagieren.
Preisgarantie nutzen
Einige Anbieter verkaufen Stromtarife mit einer Preisgarantie für mehrere Monate oder sogar die gesamte Vertragslaufzeit. Das schützt Sie vor kurzfristigen Preiserhöhungen und gibt Ihnen Planungssicherheit.
Effektivpreis vergleichen
Schauen Sie beim Vergleich nicht nur auf den reinen Arbeitspreis (Cent/kWh), sondern auch auf die monatliche Grundgebühr und alle Zusatzkosten. Erst die Gesamtkosten zeigen, ob sich der Tarif wirklich lohnt.
Stromverbrauch senken
Auch ohne Anbieterwechsel lässt sich sparen: Durch bewusstes Verhalten im Alltag, z.B. Geräte nicht im Standby-Modus lassen sowie LED-Beleuchtung installieren, können Sie den Verbrauch spürbar reduzieren.
Energieeffiziente Geräte verwenden
Beim Austausch alter Haushaltsgeräte sollten Sie auf die Energieeffizienz achten. Geräte der Klasse A oder höher verbrauchen deutlich weniger Strom und rechnen sich oft schon nach wenigen Jahren.
Das sonnige Klima im Burgenland fördert den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Einfamilienhäusern. Immer mehr Haushalte nutzen selbst erzeugten Solarstrom und senken damit ihre Stromkosten nachhaltig. Förderungen gibt es etwa über den Klima- und Energiefonds. Wenn Sie eine PV-Anlage besitzen oder planen, können Sie durch einen speziellen Einspeisetarif zusätzliche Einnahmen erzielen. Auch hier lohnt sich ein Vergleich!
Sie wohnen nicht im Burgenland? Hier finden Sie die passenden Informationen zu Ihrem Bundesland:
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Online-Redakteurin
Viktoria ist unmittelbar nach ihrem Masterstudium in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften als Online-Redakteurin bei CHECK24 eingestiegen. Sie hat über komplexe Finanz-, Versicherungs- und Energiethemen geschrieben und dafür gesorgt, dass Sie alle relevanten Infos zu unseren Vergleichen erhalten. Viktoria arbeitet jetzt nicht mehr bei CHECK24. Die von ihr verfassten Inhalte werden von der Online-Redaktion betreut und aktualisiert.









